Einige Tage sind seit dem Jahreswechsel vergangen und der Alltag hat uns wieder im Griff. Vielleicht haben Sie zuvor ein paar schöne Urlaubstage mit ihren Lieben verbracht, waren Skifahren oder haben einen Wellnessurlaub genossen. Sie waren froh, Sorgen und Stress aus der Vorweihnachtszeit hinter sich gelassen zu haben. Haben Sie das Gefühl der Unbeschwertheit und Leichtigkeit bis jetzt behalten können?
Wenn der Alltagstrott sich wieder einschleicht, können Unzufriedenheit im Beruf, Schulstress mit den Kindern und finanzielle Sorgen uns und unsere Partnerschaft beeinflussen. Können uns beeinflussen – müssen aber nicht. Ich möchte Ihnen dafür gerne ein paar Anregungen mitgeben, wie Sie bewusst etwas für Ihre erfüllte Partnerschaft tun können. Ich nenne es die „Kreativität der Liebe“. 

Wie kann Liebe kreativ sein?

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und stellen sich vor, sie wären wieder ein glückliches Kind, das geliebt wird. Schließen Sie die Augen, achten Sie auf ihren Atem, wie er sich gleichmäßig bewegt. Visualisieren Sie eine Szene, in der Ihnen zum Beispiel Ihre Mutter eine Geschichte erzählt hat. Was fühlen Sie dabei? Welche Emotionen können Sie wahrnehmen? Ist es ein Gefühl der Wärme, Aufregung, ein Kribbeln auf der Haut?
All das bewirkt die Liebe der Mutter zu Ihnen – Sie mussten nichts tun.
Die Kreativität der Liebe beinhaltet noch weit mehr als das und sie tut dies aus freien Stücken.

Die Liebe strebt nach Schönheit

In der Verliebtheit erkennen wir die wahre Schönheit des Partners. Dabei richten wir uns nicht nach einem vorgegebenen Schönheitsideal, sondern genießen seine/ihre unterschiedlichen Facetten in ihrer Besonderheit. Was wir lieben, finden wir schön.
TIP: Wiederholen Sie ein schönes Ritual aus der Vergangenheit Ihrer Beziehung, z.B. Treffen Sie sich am Ort des Verliebens. Machen Sie sich füreinander schön.

Die Liebe strebt nach Ganzheit

Die Bedürfnisse der beiden Partner/innen ergänzen sich gegenseitig.
TIP: Machen Sie sich ihre Bedürfnisse und die ihres Partners bewusst. Sagen Sie ihm/ihr z.B, „Es ist schön, dass Du mich mit deinen Ideen unterstützt“. „Ich fühle mich mit dir ganz“.

Die Liebe strebt nach Sinnerfahrung

Das gemeinsame Handeln in der Beziehung gibt der Partnerschaft einen Sinn.
TIP: Machen Sie sich bewusst, was Sie und Ihr Partner für Ihre Beziehung beitragen. Sprechen Sie es gegenüber Ihrem Partner aus. Zum Beispiel: „Ich weiß wieviel Du für unsere Kinder tust, das schätze ich sehr“. „Ich finde das so großartig, wie Du dich für mich eingesetzt hast“.

Die Liebe strebt nach Dauer

Alle Lust und Liebe will Ewigkeit.
TIP: Nehmen Sie es in die Hand. Gönnen Sie sich regelmäßig Zeit zu zweit und erneuern Sie Lust und Liebe. Zum Beispiel ein Tag, ein Wochenende mit Ortswechsel zu zweit.

Die Liebe strebt nach Selbstheilung

Wenn wir uns verlieben, erweitern wir unsere Fähigkeiten, um mit dem Partner gut auszukommen. Wir wollen verstehen und fragen nach. Wir gehen respektvoll miteinander um. Wir sind kompromissbereit. Wir entschuldigen uns. Wir verzeihen und versöhnen uns. So wird unsere Beziehung immer wieder heil.
TIP: Stellen Sie sich, vielleicht gemeinsam, eine Szene aus der Anfangszeit ihrer Beziehung vor, eine Zeit in der Sie verliebt waren. Gehen Sie in das Gefühl. Erinnern Sie sich, was Sie füreinander zu tun bereit waren. Nehmen Sie sich dann einen aktuellen Konflikt her, betrachten sie ihn. Vielleicht gelingt es Ihnen, Ihrem Partner zu sagen: „Es tut mir leid wegen …“.

All das kann Liebe in ihrer kreativen Weise für Sie und ihre Partnerschaft erfüllen. Für Sie bedeutet das, es sich wieder bewusst zu machen und einen kleinen Beitrag dafür zu leisten.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

++ Dieser Artikel ist ein Gastkommentar von Michael Hrdinka ++

Buchtipp

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Mag. Martina Weissenböck

Psychotherapeutin
Klinische Psychologin
Zertifizierte Lebensberaterin
Supervisorin, Coach

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